Chantale

Chantale machte sich auf den Weg Richtung Salatbeet. Sie wusste genau, dass dort immer das leckerste Grünzeug wuchs. Das liebte Chantale. Aber der Weg war noch lang für Chantale. Erst musste sie durch den halben Garten und Chantale war sehr langsam. Sie konnte die tollsten Sachen, war aber dafür eben sehr langsam. Chantale konnte zum Beispiel über die Klinge eines Messers kriechen. Das tat ihr gar nicht weh. Sie hatte so viel Schleim am Bauch, dass das Messer ihr nichts antun konnte. Auf dem Kopf hatte Chantale Fühler. Auf diesen Fühlern waren ihre Augen. Wenn Chantale irgendwo gegen stieß mit ihren Fühlern, schreckte sie zurück und zog schnell die Fühler ein. Das war ein guter Trick, aber sie konnte noch einen: wenn sie Angst hatte, versteckte Chantale sich in ihrem Haus. Das hatte sie immer dabei, sie war sogar mit diesem Haus zur Welt gekommen. Deshalb konnte sich Chantale gar kein Leben ohne dieses Haus vorstellen.

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Also kroch Chantale langsam und vorsichtig durch den Garten. Zum Glück dämmerte es schon. Im Dunkeln war Chantale viel sicherer als im Hellen. Aber im Dunkel waren auch Igel im Garten, die wollten Chantale immer Fressen. Das war natürlich nicht so gut, weil Chantale zu langsam war, um weg zu laufen. Aber sie hatte ja zum Glück ihr Haus und versteckte sich dann darin. Je älter Chantale wurde, umso stabiler war auch ihr Haus. Aber heute sah Chantale keine Gefahr weit und breit. Langsam kroch sie weiter, der Zaun zum Beet war jetzt schon ganz dicht. Chantale war wirklich sehr hungrig und sie liebte den Salat im Beet. Also kroch sie unter dem Zaun durch und schon war Chantale im Beet und konnte den Salat sehen. Nur noch wenige Zentimeter, Chantale lief das Wasser im Mund zusammen.

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Auf einmal hörte Chantale ein lautes Bellen und versteckte sich vor Schreck in ihrem Haus. Ein Hund war im Salatbeet und hatte jetzt auch das Haus von Chantale entdeckt. Er schnappte nach ihr und plötzlich war Chantale in der Schnauze vom Hund. Doch Chantales Haus war sehr hart und der Hund konnte es nicht zerbeißen. Er kläffte laut, scharrte mit der Pfote und spuckte dann die arme Chantale auf die Erde. Sie war ja so erleichtert. Doch der Hund scharrte Erde auf Chantale drauf. Er wollte sie wohl verstecken und so buddelte er Chantale einfach ein. Er wusste gar nicht, was Chantale für ein Tier war – und Chantale wusste nicht, was ein Hund war.

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Aber vor allem wusste sie nicht, warum es plötzlich dunkel wurde und sie voller Erde war. Hier konnte sie natürlich nicht bleiben. Hier gab es nichts zu essen und die Luft war auch schlecht. Vorsichtig streckte Chantale also ihre Fühler aus und kroch langsam durch die lockere Erde. Sie wusste gar nicht so genau, ob das überhaupt die richtige Richtung war, aber wenigstens war hier die Erde ganz locker. Chantale schob und quetschte und dann endlich, war sie wieder an der frischen Luft. Und genau vor ihr stand ein wunderschöner Salatkopf. Chantale war ganz begeistert. Und der Hund war auch nicht mehr zu sehen. Was für ein Glück für die kleine …. Jetzt wurde erstmal ordentlich Salat geknabbert.

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Was meint ihr, was für ein Tier Chantale ist?

Hier findet ihr die Lösung

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