Emil
Emil gallopierte voller Schwung durch die Steppe von Eritrea. Eritrea ist ein Land im Nord-Osten von Afrika und es ist dort sehr heiß und trocken, besonders an der Küste zum Roten Meer. Doch Emil liebte die Landschaft und den Staub, der aufwirbelte, wenn er gallopierte. Nur gab es immer weniger zu Fressen dort. Manchmal fand er viele Stunden nicht mehr als ein paar trockene Grashalme und Wasser gab es noch seltener. Emil nahm Schwung und sprang über einen Baumstamm. Der Baum war vom Blitz getroffen worden und war dann auseinander gebrochen und lag nun auf dem trockenen Wüstenboden. Die Sonne war schon vor ein paar Stunden untergegangen und es war etwas kühler geworden. Am Tag schlief Emil meist, weil es ihm einfach zu heiß war, um weite Strecken zu laufen und Fressen zu suchen. Emil war mit ein paar weiteren Tieren unterwegs und sie suchten zusammen etwas zu Fressen. Ein paar Fliegen und Mücken waren in der Luft, doch Emil fraß kein Fleisch.
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Schnell liefen die vier Tiere weiter und kamen an ein Gatter zu einem eingezäunten Gebiet. So weit waren Emil und seine Freunde noch nie bei der Futtersuche gelaufen. Im Gatter standen einige Kamele, doch auch auf deren Wiese war nur trockener Sand und ganz wenig Gras. Emil lief am Gatter entlang und kam auf die Rückseite der Wiese. Dort stand ein großer Kasten und darunter ein großes Becken. Darin war viel Wasser enthalten, in dem sich der Mond spiegelte. Emil konnte sein Glück kaum fassen: So viel Wasser, seine Kehle war schon ganz trocken. Schnell streckte Emil seinen Kopf zwischen den Balken des Gatters hindurch und nahm ein paar große Schlucke aus dem Becken. Das Wasser war frisch und klar, schnell nahm Emil noch einen Schluck. Dann rief er seine drei Freunde, die rasant angestürmt kamen.
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Während die Drei gierig das Wasser tranken, schaute Emil sich ein wenig um, wo er sich hier eigentlich befand. Eine ganze Herde von Kamelen stand oder saß im Gatter. Emils Blick fiel wieder auf den großen Kasten, der über dem Wassertrog stand. Auf den beiden Seiten links und rechts waren Öffnungen, aus denen etwas herausragte. Emil ging etwas dichter heran und streckte den Kopf über das Gatter, um besser sehen zu können. Ein vertrauter Geruch zog ihm in die Nase: es war der Duft von frischen Gräsern!
Emil reckte sich und machte einen extra langen Hals. Was er dann sah, ließ ihn laut “Iaah-Iiaah” zu rufen. In dem großen Kasten war alles voller Gräser! Emil konnte sein Glück kaum fassen! Sein …-Herz schlug ihm bis in den Hals und voller Begeisterung zupfte er ein großes Büschel der Gräser aus der Öffnung des großen Kastens.
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Was meint ihr, was für ein Tier Emil ist?


