Fritz

Fritz lief an seinem Gitterzaun auf und ab. Es machte ihn wahnsinnig, dass den ganzen Tag zweibeinige Tiere vor seinem Gehege standen. Sie kuckten, machten Lärm und andauernd blitzte es. Es war wirklich zum verrückt werden. Am schönsten war es bei Regen: dann kam niemand in den Zoo und Fritz hatte endlich mal seine Ruhe. Über seinem Gehege im Freien hatte Fritz teilweise ein Dach. Deshalb konnte er bei Regen draußen sein, ohne dass sein hübsches Fell nass wurde. Das waren die schönsten Tage von allen. Eigentlich mochte Fritz die Nächte auch lieber als die Tage. Er konnte einfach im Dunkeln besser sehen als im Hellen. Aber am Tag war meistens das Haus von Fritz zu und er musste in seinem Gehege im Freien bleiben. Und dort konnte man einfach nicht schlafen: es war zu hell und laut. Fritz war bei den Besuchern des Zoos sehr beliebt. Er war sehr kräftig und hatte ein sehr hübsches Fell. Es war braun mit vielen Tupfen. Die waren dunkler, manchmal schwarz und kreisrund. Außerdem hatte Fritz einen wunderschönen langen Schwanz. Zu hunderten kamen die Besucher jeden Tag zu Fritz und schauten durch die Gitter.

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“Schau mal, wie groß der ist!” schrie ein kleines Mädchen. Die Mutter sagte:
“Psst, du erschreckst ihn noch, dann wird er böse! Hier ist ein Schild: da steht, er würde ‘Fritz’ heißen.”
“Fritz, komm mal her! Komm!” rief das Kind vergnügt. Sie konnte ja nicht wissen, wie genervt Fritz schon wieder war. Böse fauchte er, weil er dem Mädchen Angst machen wollte. Er fauchte, riss die riesigen Tatzen hoch, stellte sich auf die Hinterläufe und fauchte noch einmal laut. Doch das Mädchen war ganz begeistert.
“Mama, schau wie groß Fritz ist! Der ist ja größer als du!”
Sie hörte einfach nicht auf zu schreien und sich zu freuen. Fritz verstand überhaupt nicht worüber. Er wollte doch einfach nur seine Ruhe haben. Mal wieder richtig Platz zum Rennen haben. Richtig Toben und Turnen, das würde Fritz gerne mal wieder machen! Aber hier im Zoo war einfach zu wenig Platz in seinem Gehege. Und dann diese anstrengenden Besucher jeden Tag. Wieder fauchte Fritz böse und versuchte die Gäste vor seinem Zuhause zu verjagen.

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Das ging jeden Tag so: Tag ein Tag aus ärgerte Fritz sich über die Besucher im Zoo und versuchte, sie durch Fauchen zu verjagen. Doch er hatte selten Erfolg. Meist fanden die Zweibeiner es dann besonders spannend bei Fritz und blieben erst recht stehen. Aber das verstand Fritz natürlich nicht. Er konnte gar nicht begreifen, warum er in diesem Käfig lebte, warum es ein Dach zwischen Erde und Himmel gab, warum er sein Fressen geschenkt bekam und warum immer diese Zweibeinigen Wesen vor dem Gitter standen. Es war zum verrückt werden und so fauchte Fritz von morgens bis abends, doch nichts passierte. Dafür war Fritz abends dann immer ganz heiser. Sein Hals schmerzte und es war schade, dass Fritz keine Halsbonbons kannte. Wenn der Zoo dann schloss, kam noch ein letztes Mal der Tierpfleger. Auch so ein Zweibeiner, aber der brachte das Fressen, fegte Fritz’ Haus aus und ließ ihn anschließend wieder hinein. Dann lief Fritz so schnell er konnte in sein Schlaf-Versteck und verkroch sich. Endlich war es still und er hatte seine Ruhe. Wenn Fritz in sein Haus durfte und zum ersten Mal am Tag wieder gemütlich in seinem Versteck lag, dann war Fritz der zufriedenste … auf der ganzen Welt.

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Was meint ihr, was Fritz für ein Tier ist?

Hier findet ihr die Lösung

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