Gurk

Es war ein lauer Sommerabend und Gurk schwamm mit kräftigen Zügen durch den Teich. Um ihn herum waren Seerosen und andere Wasserpflanzen, Schilf und ein paar Steine, auf denen man sich sonnen konnte. Über seinem Kopf waren ein paar Mücken unterwegs, doch Gurk war einfach zu faul, um welche zu fangen. Es war ein solch schöner Abend, doch hatte er niemanden, mit dem er ihn teilen konnte. Abgesehen von ein paar Goldfischen war er ganz alleine im Teich. Die Sonne versank hinter dem Gartenzaun und Gurk freute sich, dass es nun am Abend wohl kühler werden würde. Den ganzen Tag war es so heiß gewesen, dass er es immer nur kurz an der Luft aushielt.

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Die warmen Sonnenstrahlen auf seiner Haut waren zwar sehr angenehm, aber irgendwann wurde ihm immer zu heiß und er sprang wieder ins Wasser. An der Oberfläche war das Wasser vom Teich auch noch sehr warm – aber wenn Gurk weiter hinab tauchte, wurde das Wasser kühler. Es war selten schon im Juni so warm gewesen, sogar die Menschen schimpften schon über den Sommer. Sie mussten jeden Abend ihre Blumen sprengen und ließen dann ein bisschen frisches Wasser zu Gurk in den Teich laufen.

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Gurk schwamm an ein paar Steine im Wasser heran, drückte sich ab und sprang auf ein Seerosenblatt. Im Vergleich zu ihm waren die Blätter wirklich groß und Gurk hatte genug Platz, um es sich gemütlich zu machen. Eine Libelle zog ihre Kreise und verschwand schließlich im Schilf. Gurk lehnte sich zurück und genoss die kühler werdende Luft. Irgendwo miaute eine Katze und ein Hahn krähte. Viele Geräusche waren um Gurk herum, doch plötzlich kam er sich ganz einsam vor. Er saß hier ganz alleine und hatte niemanden an seiner Seite. Dabei fand er sich gar nicht mal schlecht: er war zwar nur wenige Zentimeter groß, doch war er schlank und fand sich eigentlich schon fast elegant, wie er von Seerose zu Seerose oder zwischen den Steinen hin und her springen konnte. Und seine grüne Haut erschien ihm als das Natürlichste der Welt.

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Gurk seufzte tief und ließ dann ein tiefes, jammervolles “Quaaaak-Quakakaaaaak” erklingen. Da war er so ein netter kleiner …, und saß trotzdem ganz alleine auf seiner Seerose. Den ganzen Abend bis in die Nacht hinein, lag Gurk auf seinem Blatt und quakte in die Dunkelheit. Schließlich suchte Gurk sich ein Plätzchen zwischen Moos und Steinen, wo er ungestört ein wenig schlafen konnte. Des nachts träumte er von ganz vielen anderen Tieren und als er am Morgen von ein paar Sonnenstrahlen an der Nase gekitzelt wurde, streckte er sich und sah SIE plötzlich vor sich: sie war etwas größer als er, aber ebenfalls wunderbar grün und saß auf seiner Lieblingsseerose.

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Aufgeregt verließ Gurk sein Versteck und hüpfte auf die Fremde zu.
“Wer bist du denn? Und was machst du in meinem Teich?” fragte Gurk sofort.
“Ich habe dich gestern abend gehört und meinen Teich verlassen und bin hier her gekommen. In meinem Teich war ich auch alleine. Also bin ich die ganze Nacht durchgehüpft und nun bin ich da!” antwortete sie.
“Ach ja, ich heiße Daggi.” Sie strahlte Gurk an.
“Ich bin Gurk, willkommen in meinem Teich. Ich war schon ganz einsam. Erst habe ich die Katze gehört, dann den Hahn, aber ich war ganz alleine”, erzählte er. Beide waren froh, sich gefunden zu haben und tauchten gemeinsam im Tauch und lagen später den ganzen Tag in der Sonne und fingen Mücken und Fliegen. Als Daggi einschlief, fing Gurk einen riesigen Wurm für sie und legte ihn auf den Stein neben sie. Das ist wahre …-Liebe!

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Was meint ihr, was für ein Tier Gurk ist?

Hier findet ihr die Lösung

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