Kasimir

Kasimir kläffte voller Begeisterung: sein Herrchen hatte seinen Mantel vom Haken genommen und würde jetzt sicher mit ihm spazieren gehen! Das war immer so. Schließlich hatte Kasimir ein Fell und brauchte keinen Mantel, sein Herrchen aber schon. Der hatte nicht einmal auf dem Kopf besonders viele Haare, nicht im Gesicht oder auf den Händen oder Armen. Genauer hatte Kasimir sich seinen Besitzer aber auch noch nie angeschaut. Er wusste, dass das Essen von ihm kam. Dass er die Decke in seinem Körbchen aufschüttelte und ihn beim Fernsehen streichelte und hinter den Ohren kraulte. Das mochte Kasimir besonders gerne, dann streckte er sich gemütlich auf dem Sofa aus und genoss den Abend. Aber nun wollte Kasimir spazieren gehen. Regen tropfte gegen die Fenster, aber das störte Kasimir nicht. Doch sein Herrchen zog nicht nur seinen Mantel an, sondern auch Gummistiefel in Gelb und griff seinen Regenschirm. Es ging tatsächlich los!

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Kasimir lief gleich vor, kaum das die Tür auf war. Er sah ein paar Möwen am Himmel und bellte ihnen wütend hinterher. Das war ja wohl seine Straße! Es ging die Straße hinunter, dann bogen Kasimir und sein Herrchen auf den Deich ab und wanderten durch Sturm und Regen. Das Meer peitschte und kleine Wassertropfen aus dem Meer flogen durch die Luft. Kasimir kam an einer Herde von Schafen vorbei. Die mochten den Regen nicht und standen alle auf einem Haufen – so schützten sie sich gegen den Sturm und die kalte Luft. Wild lief Kasimir um die Schafherde herum und bellte sie an. Die konnten doch mal mit ihm spielen! So ein bisschen Regen war für Kasimir kein Grund, langweilig auf einem Haufen zu stehen. Als nichts passierte, lief Kasimir eilig weiter: er musste schließlich schauen, ob auch alles in Ordnung war auf seinem Deich. Das tat Kasimir fast jeden Tag, jedenfalls immer dann, wenn sein Herrchen mit ihm hier spazieren ging. Dann beobachtete Kasimir aufmerksam das Meer, hatte einen Blick auf die Möwen und besuchte eben die Schafe. Manchmal trafen sie dann noch andere Tiere, aber heute war das Wetter einfach zu schlecht.

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Schnell lief Kasimir weiter, bestimmt gab es noch etwas zu kucken.
“Kasimir! Komm, es ist genug! Ich bin schon ganz nass!” rief Kasimirs Herrchen.
Doch Kasimir hatte noch lange nicht genug. Er dachte gar nicht daran, dass er ja auch noch den ganzen Weg wieder zurück laufen musste.
“Kasimir, komm!” rief sein Herrchen wieder und machte kehrt.
So einfach wollte Kasimir aber nicht aufgeben. Sollte sein Herrchen doch nach Hause gehen, er hatte noch gar nicht genug frische Luft geschnappt. Also lief Kasimir weiter, während sein Herrchen schon zurück zum Haus ging. Wieder kläffte Kasimir ein paar Möwen an und bellte so laut er konnte. Wasser vom Meer spritze ihm in sein kleines Gesicht und plötzlich sah Kasimir gar nichts mehr. Er drehte sich um und sah seinen Besitzer nur noch ganz weit entfernt. Er ging tatsächlich einfach nach Hause. Schnell lief Kasimir seinem Herrchen hinterher, er bellte extra laut. Aber durch den Sturm hörte sein Herrchen ihn gar nicht. Kasimir versuchte schneller zu laufen, aber seine kurzen Beinchen wollten einfach nicht. Kasimir hatte jetzt wirklich Angst.

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Wieder bellte Kasimir, doch sein Herrchen hörte ihn gar nicht. Er war nur noch ein kleiner Punkt in weiter Ferne. Kasimir lief und lief, der Regen peitschte ihm in sein Gesicht. Plötzlich spürte Kasimir einen stechenden Schmerz an seinem Bein und er zappelte vor Schreck. Dann taten ihm alle vier Beine weh und er steckte fest. Kasimir konnte nicht vor und nicht zurück. Er verstand die Welt nicht mehr und seine Beine taten ihm auch weh. Er bellte so laut er konnte, aber nichts passierte. Sein Herrchen war schon fast zu Hause, bog gerade vom Deich auf den Weg zum Haus ab und rief noch einmal nach Kasimir. Doch er kam nicht, weit und breit war der kleine Kasimir nicht in Sicht.
“Mir ist kalt Kasimir, komm schon! Wir gehen nach Hause!” rief sein Herrchen noch einmal.
Doch Kasimir kam nicht. Also blieb seinem Besitzer nichts anderes übrig, als wieder auf den Deich zu gehen und zu schauen, wo Kasimir steckte. Doch hier war er nicht. Der Mann musste den Deich wieder entlang laufen und seinen kleinen Begleiter suchen. Das Wasser peitschte wieder in sein Gesicht.

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“Kasimir, Kasimir! Wo steckst du Kasimir?” Sein Herrchen machte sich jetzt wirklich Sorgen. Er lief schneller über den Deich und rief seinen kleinen Begleiter.
“Kasimir, wo steckst du bloß?” Sein Herrchen war inzwischen bei den Schafen angekommen und rief über den Deich. Plötzlich hörte er ein leises Bellen, schnell lief er hin. Da war er, sein kleiner Kasimir! Er hatte ihn gefunden! Sein Herrchen war so erleichtert. Kasimir wimmerte jetzt leise, ihm taten alle seine kurzen vier Beinchen weh.
“Kasimir, was ist dir denn passiert! Du bist ja mit allen vier Beinchen in den Gulli gerutscht! Du armes Kerlchen!” rief sein Herrchen.
Kasimir war sehr froh, dass sein Besitzer ihn gefunden hatte. Ihm war schon ganz kalt. Er war ein ganz unglücklicher, kleiner … gewesen. So alleine im Sturm und im Regen, mit seinen kurzen Beinen. Schnell half sein Herrchen ihm aus seiner unglücklichen Lage und nahm seinen kleinen … in den Arm. Schnell brachte er ihn nach Hause und wickelte Kasimir in ein Handtuch. Sein Herrchen rubbelte sein Fell trocken und dann saßen Kasimir, der kleine … und sein Herrchen auf dem Sofa und Kasimir ließ sich hinter den Ohren kraulen.

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Was meint ihr, was für ein Tier Kasimir ist?

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