Marella

Marella flog durch die geöffnete Tür und landete auf einem Balken. Es war ein runder Balken, fast wie ein Ast, nur sehr glatt. Marella konnte sich kaum halten. Vorsichtig krabbelte sie ein Stück weiter. Dort trafen sich zwei der komischen Äste und es war ein wenig hubbelig. Dort konnte sie sich besser festhalten. Jetzt musste sie sich erst einmal ausruhen. Ein Vogel war hinter ihr her gewesen und hatte sie doch tatsächlich fressen wollen. Aber wer ließ sich schon freiwillig auffressen?

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Die Tür, durch die Marella geflogen war, war nun geschlossen. Um Marella herum waren ganz viele Menschen, die durcheinander redeten. Das war wirklich laut. Die Menschen hielten sich andauernd an dem glatten Ast fest, auf dem Marella saß. Deshalb musste sie wirklich aufpassen, dass sie nicht zerquetscht wurde.

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Nach kurzer Zeit ging die Tür wieder auf und ein paar Menschen gingen zur Tür hinaus und ein paar andere kamen wieder herein. Marella fragte sich, ob die Menschen auch herein kamen, um eine Pause zu machen. So langsam ging es ihr wieder besser und sie hatte sich beruhigt. Es passiert noch ein paar Mal, dass die Tür sich öffnete, damit die Menschen ein- und aussteigen konnten. Aber Marella achtete gar nicht darauf. Zu ihr waren ein paar dicke Fliegen auf den Ast gekommen, die waren durch das Fenster herein geflogen. Fliegen mochte Marella nicht so gerne. Sie waren keine Gefahr und auch kleiner als sie selber, aber Marella fand, dass sie so böse schauten.

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Marella saß jetzt vielleicht 20 Minuten auf der glatten Stange und wollte jetzt eigentlich wieder zu ihrem Baum. Also beschloss sie, wieder durch die Tür nach draußen zu fliegen: sie hatte genug Pause gemacht. Als die Tür sich wieder öffnete, breitete Marella ihre bunten, hübschen Flügel aus und flatterte hindurch. Doch dann stockte ihr fast der Atem. Ihr Baum war weg. Die Büsche waren weg. Es standen ganz viele riesengroße Häuser an der Straße. Es war alles voller Autos und Lärm um Marella herum. Wie war das möglich? Bevor sie sich auf den glatten Ast gesetzt hatte, um Pause zu machen, war doch noch alles da gewesen! Dann waren einige Male die Türen auf und zu gegangen und schon waren die Bäume weg und dafür die Autos und Häuser da.

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Marella war so verwirrt, dass sie beinahe vergaß, mit den Flügeln zu schlagen und herunter gefallen wäre. Die beiden Fliegen von eben kamen auf sie zu gesaust und stubsten sie an. Schnell schlug Marella wieder mit den Flügeln und flog ein Stückchen höher. Die beiden Fliegen schauten sie an Marella schaute zurück. Das war sehr nett von den Fliegen gewesen. Marella sah etwas mehr von der Straße. Sie sah auch, dass das Ding, in dem sie auf der Stange gesessen hatte, sich bewegte und nun um eine Häuserecke verschwand. Marella flog noch ein wenig höher. Nun konnte sie sehr viel mehr sehen. Marella verstand nun, was passiert war: sie war in dieser Ding geflogen, hatte sich auf eine Stange gesetzt und dann hatte das Ding sich in Bewegung gesetzt und schon war sie hier gewesen. Sie musste also eigentlich nur zurück fliegen. Nur: wo ging es zurück?

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Marella konnte sich vorstellen, dass das Ding sich wohl nur auf der Straße bewegen konnte. Also musste sie eigentlich nur der Straße hinterher fliegen, auf der sie gekommen war. Langsam flog sie los und passte auf, was sie alles um sich herum sah. Da waren ein paar Hochhäuser, einige kleinere Häuser und viele, viele Autos. Marella flog und flog. Sie war gar nicht so lange in dem sich bewegenden Ding gewesen, aber nun kam ihr der Weg sehr weit vor. Sie hoffte nur, dass sie nach Hause fand. Ihre Flügel wurden schon langsam schwer und die Sonne ging auch schon unter. Doch dann sah sie ihn: ihren Baum, wo sie sonst immer Pause machte. Marellas Herz schlug höher. Jetzt ging es nach Hause! Sie war mehr als zwei Stunden geflogen, aber sie hatte ihren Baum wieder gefunden. Marella landete fürchterlich erleichtert auf einem richtigen braunen Ast und ließ voller Erschöpfung die Flügel hängen. Auch kleine … freuen sich, wenn sie wieder nach Hause kommen!

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Was meint ihr, was Marella für ein Tier ist?

Hier findet ihr die Lösung

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