Mathilda und Ludmilla

Mathilda war wirklich eine riesige Ausgabe ihrer Gattung. Ihre Haut war ledrig und grau. Am liebsten badete Mathilda in schmutzigen Pfützen und war dann hinterher immer voller Schlamm und Sand. Große Wasserlöcher oder Pfützen waren in Mathildas Lebensraum in Afrika etwas besonderes. Alle Tiere wollten immer daraus trinken und darin baden. Aber Mathilda war viel größer als die meisten anderen Tiere. Deshalb hatten viele auch Angst vor ihr. Im Schlamm wälzte Mathilda sich vor allen Dingen, weil das die Fliegen und andere kleine Tierchen fern hielt und für ihre Haut sehr gut war. Aber ansonsten war es einfach ein riesen Spaß!

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Mit einem lauten “Platsch” im Wasser landen und sich ein wenig von der Hitze abkühlen. Mathilda hat zwar am Schwanz Haare, ist aber sonst völlig nackig. Deshalb braucht sie auch nie einen Fön, wenn sie nass wird. Eigentlich hat Mathilda ein gemütliches, schönes Leben in Südafrika. Trotzdem ist sie immer fürchterlich schlecht gelaunt. Mal ist ihr zu heiß, dann wieder zu kalt. Am nächsten Tag ist der Himmel zu blau, der Boden zu sandig und das Laub ist zu trocken. Irgendetwas hat sie immer zu meckern.

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“Mathilda, wollen wir etwas unternehmen?”, fragte sie zum Beispiel neulich ihre Schwester Ludmilla.
“Wir könnten ein neues Wasserloch suchen und ein wenig baden”, schlug sie vor.
Doch Mathilda schnaubte nur und sagte: “Du kannst hingehen wo du willst! Hauptsache weg von mir!” Ludmilla war das schon gewohnt. Mathilda war immer so gemein zu ihr. Es war ihr egal, dass sie Schwestern waren. So schnell wollte Ludmilla jedoch nicht aufgeben. Sie wusste, dass Mathilda wirklich gern badete.

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Sie versuchte also ihre Schwester weiter zu überreden: “Komm schon Mathilda, es ist doch so heiß heute!”
Ludmilla setzte ein extra freundliches Gesicht auf, aber Mathilda blieb grimmig. Sie stampfte mit den Füßen auf und Staub wirbelte um Ludmillas Nase. Das war wirklich mal wieder typisch.
Ludmilla versuchte es ein letztes Mal: “Komm schon Mathilda, ich gebe dir auch was von meinem neuen Salzstein ab, den ich gefunden habe!”

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Mathilda hob ihr linkes Bein, machte ein böses Gesicht und meckerte: “Mich interessiert dein Salzstein nicht! Und dein Wasserloch interessiert mich auch nicht! Lass mich in Ruhe!”
Ludmilla sah Mathilda entgeistert an. So böse war sie schon lange nicht mehr geworden. Sie sagte gerade “Aber …”, als Mathilda Schwung nahm und Ludmilla verjagen wollte. Vor Schreck lief Ludmilla ein Stück davon. Sie wartete hinter einem Baum und beobachtete Mathilda. Diese lief jetzt schneller und Ludmilla bekam es wirklich mit der Angst zu tun. Auf einmal machte es “Krach” und Holzsplitter flogen um Ludmillas Nase. Mathilda war mit viel Schwung auf Ludmilla zugelaufen, die ja hinter einem Baum stand. Mathilda war dabei so schnell gelaufen, dass sie gegen den Baum gegen gelaufen war. Ihre beiden Hörner hatten sich tief in den Stamm der Akazie gebohrt.

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Nun musste Ludmilla wirklich lachen: “Nun steckst du fest! Das ist die Strafe! Weil du mich immer ärgerst, Mathilda!”, kicherte Ludmilla. Mathilda steckte wirklich fest. Sie kam nicht vor und nicht zurück. Sie schnaubte und trat mit den Füßen in den Boden und gegen den Baum, doch es bewegte sich nichts.
“Nun hilf mir endlich”, sagte Mathilda zu Ludmilla. Doch sie sagte es so böse, dass Ludmilla sich nicht recht traute. Außerdem fand sie die Lage ihrer Schwester eigentlich ganz lustig. Schließlich war sie immer so gemein zu ihr.
“Hast du mich nicht gehört? Du sollst mir helfen!”, schnaubte Mathilda empört.
“Na gut, du musst einfach rückwärts wieder zurück gehen, denke ich”, sagte Ludmilla. Aber es passierte gar nichts. Mathilda kam kein Stück vor oder zurück. Vielmehr fing der Baum erstaunlich an zu schwanken. Ludmilla dachte darüber nach, was zu tun wäre. Es würde wohl kein anderes Tier zur Hilfe kommen. Schließlich hatten alle Angst vor Mathilda, die immer zu allen gemein war. Also musste sie alleine Mathilda retten.

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Ludmilla trat hart mit dem Fuß auf und blickte Mathilda streng an: “Wenn ich dir helfen soll, dann nur, wenn du in Zukunft nett zu mir bist. Du darfst nicht mehr gemein sein.”
Mathilda murmelte ein “Natürlich, es tut mir leid”, und Ludmilla fing an, von der gegenüber liegenden Seite gegen den Baum zu stoßen. Dabei passte sie gut auf, dass ihre Hörner nicht auch im Stamm stecken blieben.
“Du tust mir weh”, meckerte Mathilda empört.
“Soll ich dir nun helfen, oder nicht?”, antwortete Ludmilla und gab dem Baum einen erneuten Stoß. Die Akazie wackelte stark.
“Wenn ich das nächste Mal gegen die Akazie stosse, musst du rückwärts gehen, wenn die Akazie wieder zu mir zurück wackelt”, sagte Ludmilla. Sie hatte gar nicht gewusst, dass sie so energisch sein konnte.
“Wenn ich ‘Jetzt’ schreie, geht es los!” Ludmilla nahm Schwung, schlug gegen den Baum und als dieser zu ihr zurück zu schwanken drohte, schrie sie laut “Jetzt!”. Mathilda machte einen Satz nach hinten und mit einem lauten Krach zog sie ihre Hörner wieder aus der Akazie. Welch ein Glück, Mathilda war wieder frei! Ludmilla hüpfte vor Freude, doch Mathilda sagte nur unwirsch: “Mach nicht so ein Theater, das war doch gar nicht so schlimm!”

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Aber dann lächelte sie doch und sagte zu Ludmilla: “Danke für deine Hilfe! Wenn du keinem erzählst was passiert ist, komme ich mit dir zum Wasserloch!”
Ludmilla strahlte Mathilda an. Und schon ging es los. Vorbei an einer Baumgruppe, ein paar Büschen und Steinen und Felsbrocken. Mathilda und Ludmilla begannen zu traben und fanden schließlich ein schönes, neues Wasserloch zum Baden. Denn … baden sehr gerne!

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Was meint ihr, was für Tiere Mathilda und Ludmilla sind?

Hier findet ihr die Lösung