Triggy
Plötzlich drehte sich ein Schlüssel im Schloss. Das war das Zeichen: jetzt würden die Zweibeiner wieder kommen. Triggy schaute sich um – sie brauchte dringend ein Versteck. Wenn die Zweibeiner sie sahen, würden sie schreien und sie durch das ganze Haus jagen. So gemein waren sie immer, obwohl Triggy gar nichts Böses wollte. Sie war auch viel zu klein, um den Zweibeinern gefährlich zu werden. Sie selber fand sich in der Tat eigentlich auch ganz niedlich. Sie hatte ein kurzes graues Fell, das am Bauch fast weiß war, eine kleine spitze Nase und lange Schnurrbarthaare.
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Triggy schaute nach links, schaute nach rechts und raste dann unter den Schrank. Das war wirklich Rettung in letzter Sekunde. In diesem Moment sprang die Wohnungtstür auf und vier Zweibeiner kamen herein. Sie redeten alle durcheinander und Triggy wunderte sich mal wieder, was Zweibeiner doch für komische Geräusche von sich geben. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie die sich so verständigten! Erst zogen die Zweibeiner ihr dickstes Fell aus und dann die Schützer für die Pfoten. Seltsam fand Triggy auch, dass die Zweibeiner nur an den Hinterpfoten Schützer hatten, aber nicht an der Vorderpfoten. Alle vier Zweibeiner schoben ihre Schützer mit der Spitze unter den Schrank unter dem Triggy saß.
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Langsam wurde es dunkel unter dem Schrank, denn die Schützer nahmen Triggy das ganze Licht. Wenn es so weiter ging, wäre Triggy gleich unter dem Schrank hinter den Schuhen eingesperrt. Aufgeregt beobachtete sie das Treiben so gut es ging, aber bald sah sie gar nichts mehr. Der ganze vordere Bereich ihres Verstecks stand jetzt voller Schützer. Rechts vom Schrank stand eine Kommode, die eine Flucht von Triggy verhinderte. Da kam sie auch nicht raus. Aber sie musste ja ohnehin warten, bis die Zweibeiner wieder verschwanden, sonst wäre ihre Flucht vollkommen umsonst gewesen. Nur von der linken Seite fiel noch Licht unter den Schrank. Nervös sah Triggy durch den Spalt unter dem Schrank, als plötzlich ein lautes “Ding Dong Dong Dong Dong” ertönte. Die Zweibeiner drückten auf eine Taste und machten wieder vollkommen durcheinander irgendwelche Geräusche. Dann öffnete einer von ihnen die Tür und ein fünfter Zweibeiner kam herein. Er hatte eine Tasche in der Hand, die er ausgerechnet neben den Schrank stellte! Nun war Triggy wirklich gefangen: unter einem Schrank, hinter Schützern und zwischen einer Kommode und einer Tasche.
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Nun bekam Triggy es mit der Angst zu tun. Schließlich steckte sie jetzt fest. Die Geräusche der Zweibeiner entfernten sich langsam und Triggy begann, über eine mögliche Flucht nachzudenken. Vielleicht konnte sich sich zwischen den Schützern durchquetschen. Oder zwischen Tasche und Schützern. Vorsichtig tastete Triggy sich vor und machte sich extra dünn. Sie schob sich gerade zwischen zwei Schützern durch, als einer der Zweibeiner aus einem der Zimmer kam. Nun kam Triggy aber nicht mehr zurück. Also machte sie sich ganz klein und hoffte, dass sie nicht gesehen wurde. Der Zweibeiner ging in ein anderes Zimmer und Triggy beschloss, eine Flucht zu wagen.
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Gerade schob sie sich zwischen Schützern durch und war wieder im Hellen, als der Zweibeiner wieder aus dem Zimmer heraus kam. Er schien Triggy nicht zu sehen, also blieb sie ganz ruhig sitzen. Doch dann trat der Zweibeiner auf Triggys Schwanz. Ein Schmerz durchzuckte sie und sie piepste laut auf. Nun sah der Zweibeiner herunter, der sich erschreckt zu haben schien. Er rief etwas und die anderen Zweibeiner kamen aus dem Zimmer.
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Wieder fingen alle an durcheinander zu reden und Triggy steckte noch immer mit ihrem Schwanz unter der einen Pfote des Zweibeiners fest. Einer der Zweibeiner lief in das dritte Zimmer und kam mit einer Schüssel wieder. Sie kippten sie um und legten sie dann direkt vor Triggy, die überhaupt nicht verstand, was das jetzt wieder sollte.
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Aber der Zweibeiner nahm erst den Fuß von Triggys Schwanz, als sie sich entschloss, in die Schüssel zu laufen. Wieder redeten alle Zweibeiner durcheinander. Aber nun war Triggy in der Schüssel gefangen. Die Zweibeiner hoben sie auf und gingen mit ihr und der Schüssel durch eines der Zimmer. Dort gab es wieder eine Tür, die die Zweibeiner jetzt öffneten.
“Was machen die nur mit mir? Ich habe Angst”, dachte die arme kleine Triggy.
Frische, kalte Luft fegte ihr um die Nase, als die Schüssel sich plötzlich absenkte. Die Zweibeiner kippten wieder vorsichtig die Schüssel um und Triggy fiel sanft auf kalte Erde. Die Zweibeiner schauten ganz aufgeregt, als Triggy die kleine … schnell davon lief. Endlich wieder Freiheit und frische Luft.
Was war Triggy erleichtert. Und dann hatte die Zweibeiner sie auch noch unter einem Apfelbaum abgesetzt! Jetzt wo es kälter wurde, waren die letzten Äpfel reif vom Baum gefallen und lagen nun auf der Erde. Triggy konnte ihr Glück kaum fassen, denn kleine … lieben saftige, süße Äpfel!
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Was meint ihr, was Triggy für ein Tier ist?


